💫 Ich bin immer noch ich. Vielleicht sogar mehr als je zuvor.
Es gibt Momente im Leben, die verändern alles – nicht laut, aber tief.
Die Entfernung meiner Gebärmutter war genau so ein Moment.
Lange habe ich gehofft, dass sich mein Körper wieder stabilisiert. Die heftigen Blutungen waren die Hölle – körperlich wie seelisch. Ich stellte meine Ernährung um, achtete auf meine Hormone, gab mein Bestes. Doch nichts veränderte sich.
Irgendwann wurde es so unerträglich, dass ich freiwillig in die Notaufnahme ging. Dort wurden die Optionen besprochen. Eigentlich wollte ich nicht operiert werden. Ich brauchte Bedenkzeit – und die nahm ich mir.
Ich erinnerte mich daran, dass ich Mittlerin zwischen den Welten bin, also reiste ich innerlich zur Hüterin meiner Gebärmutter. Ihre Antwort war überraschend direkt, fast schroff – aber klar:
„Heraus damit.“
Und so begann mein Abschied. Ich bereitete mich innerlich vor, verabschiedete mich bewusst – in Liebe und Dankbarkeit.
Doch nichts hätte mich auf das vorbereiten können, was danach kam.
Nicht auf körperlicher Ebene – sondern in mir.
Die OP hatte etwas in mir aufgewühlt, das ich vorher nicht greifen konnte.
Es war ein tiefer Abschied.
Und zugleich ein stiller, kraftvoller Neubeginn.
Ich habe geweint. Getrauert. Gezweifelt.
Ich fragte mich:
Bin ich noch ganz?
Bin ich noch die Frau, die Schamanin, die Wegbegleiterin, die ich war?
Ist mein Schoßraum noch kraftvoll – auch ohne dieses Organ?
Obwohl ich tief in mir wusste, dass meine Kraft nicht an ein Organ gebunden ist, kamen die Zweifel.
Nicht nur meine eigenen. Auch aus dem Außen.
Manche Menschen verstanden diesen Schritt nicht – insbesondere nicht innerhalb der spirituellen Szene. Einige wendeten sich sogar ab.
Zu groß schien die Diskrepanz zwischen „heiligem Schoßraum“ und medizinischem Eingriff.
Aber ich sage dir: Das ist nicht wahr.
Denn ich habe nie den Kontakt zu mir verloren.
Nie die Verbindung zu meinem Weg als Frau.
Nie die Verbindung zu meinem inneren Schoßraum – auch wenn sich seine Form verändert hat.
🌹 Mein Schoßraum lebt. Und er ist heilig.
Auch ohne Gebärmutter spüre ich ihn – manchmal sogar klarer als je zuvor.
Als Raum.
Als Kraftfeld.
Als Quelle von Tiefe, Weisheit und Erinnerung.
Ich bin mit ihm verbunden – durch meinen Atem.
Durch meine Hände.
Durch meine Tränen.
Und durch die Liebe, die ich in mir trage – für mich selbst und für andere Frauen.
Denn:
Frauenheilarbeit ist meine Herzensangelegenheit.
Sie ist nicht nur ein Teil meines Weges – sie ist mein Weg.
Mein Ruf. Mein Geschenk.
Gerade durch meine eigene Geschichte spüre ich heute – nur wenige Monate nach der OP – noch deutlicher, wie tief, wie heilsam, wie transformierend dieser Weg wirklich ist.
Ich begleite Frauen in ihre Kraft – nicht, weil ich alles richtig gemacht habe,
sondern weil ich durch Schmerz gegangen bin.
Weil ich weiß, wie es ist, sich zu verlieren.
Und sich dann – Stück für Stück – tiefer wiederzufinden als je zuvor.
💜 Ich bin nicht weniger. Ich bin mehr.
Ich lasse alte Bilder los.
Ich löse mich von spirituellen Dogmen, die sagen, was eine „ganze Frau“ zu sein hat.
Ich bin ganz – nicht trotz, sondern mit der Gebärmutterentfernung als Teil meiner Geschichte.
Ich trage meine Weiblichkeit nicht in einem Organ.
Ich trage sie in meinem Wesen.
In meiner Stimme.
In meiner Präsenz.
In meinem Schoßraum – der weit über das Körperliche hinausreicht.
🌙 Ich bin hier. Mit allem, was ich bin.
Ich ehre meinen Körper – in all seinen Wandlungen.
Ich ehre meine Narben – sichtbar und unsichtbar.
Ich ehre meine innere Gebärmutter – die immer da ist.
Ich ehre meinen Weg – mit all seinen Kurven, Brüchen und Wundern.
Ich bin Raum.
Ich bin Quelle.
Ich bin Frau.
Ich bin Heilerin.
Und ich bin bereit, mit ganzem Herzen weiterzugehen.
Für mich.
Für dich.
Für uns alle.
In tiefster Verbundenheit,
Andrea
Jaguarfrau, trägt die Blumen des Lebens im Herzen